1991 gründete sich Mesinke (jiddisch: die jüngste Tochter) und widmet sich seither jiddischen Liedern und Klezmer-Musik. Ein Anliegen ist es, die lebendige, vielfältige musikalische Tradition der Jidden in Osteuropa wieder hörbar zu machen. Die Vision von Mesinke: eine Musik für die Konzertbühne, tief in der jüdischen Tradition verwurzelt, intelligent und spannend wie klassische Musik, energetisch und spontan wie Jazz, die die konventionellen Grenzen überschreitet und den Zuhörer durch intensives Zusammenspiel der Musiker anspricht.
1993 erschien von Mesinke die CD mit dem Titel „Mir lebn ejbig“.
1995 folge die zweite CD „Nischt ahin un nischt zurik“, die das weitgespannte musikalische Repertoire der Gruppe dokumentiert. Neben jiddischen Liedern im traditionellen Arrangement wie etwa Di grine Kusine finden sich auch a-cappella Versionen von alten jiddischen Songs. Das bayerische Fernsehen sendete einen Beitrag über die Musik der Gruppe.
1997 spielte die Gruppe die CD „Kejn schwarzer tog in lebn“ ein. Diese Platte enthält - neben den jiddischen Liedern - auch vertonte Texte des zu Unrecht vergessenen jüdischen Lyrikers Theodor Kramer.
1998 Neben den Konzerten mit dem Programm "Kejn schwarzer tog in lebn" gab Mesinke im Rahmen der von Gernot Römer zusammengestellten Wanderausstellung „Anne Franks schwäbische Geschwister" einen Einblick in die jiddische Kultur. Zudem trat die Gruppe zusammen mit der New Yorker Band The Klezmatics beim Safed-Benefizkonzert vor über 800 Zuhörern in Gersthofen auf.
1999 begleitete die Gruppe den Stummfilm „DER GOLEM - wie er in die Welt kam“ (D, 1920) von Paul Wegener mit Klezmer-Musik beim Franz Kafka Filmfestival in Augsburg. Nach dem Premierenerfolg führte die Gruppe Live-Vertonungen in zahlreichen Filmtheatern (u.a. Hannover, Münster, Osnabrück) auf. Im August 1999 wurde die Gruppe zum 12th. International Klezmer-Festival in Safed (Israel) eingeladen, wo sie zwei Konzerte gab und bei einer Sendung des Israelischen Fernsehen mitwirkte.
2000-2002 arbeitete Mesinke mit dem jüdischen Geiger Juri Finkelberg zusammen, mit dem die Gruppe ihr viertes Programm „Tanz Jiddele“ einstudierte. 2001 erschien die vom Jazz-Produzenten Wolfgang Lackerschmid aufgenommene CD „tanz jiddele“ auf „randvoll records“ (Silvanus-Verlag). Die Gruppe organisierte erstmals eine Klezmernacht in der ehemaligen Synagoge Ichenhausen mit der Gastband "Kol Simcha". Seither lud die Gruppe jedes Jahr ein Ensemble zu einem gemeinsamen Konzert ein.
2004/05 spielt die Band mit der Münchner Geigerin Johann Müller ein „best of“-Programm. Mitglieder der Band besuchten Workshops beim Yiddish Summer in Weimar. Im April 2004 tourte die Band gemeinsam mit „Klezgoyim“ (Bremen) in Süddeutschland.
2007 und 2008 präsentiert die Band ein neues Programm mit chassidischen Liedern, die aus New York überliefert sind, und traditioneller Klezmermusik. 2006 konzertierte Mesinke mit Klezmer Alliance und Klezgoyim.
2007 spielte Mesinke eine kurze Tour mit Klezgoyim sowie ein Konzert mit den Folk-Newcomern Konsonans Retro (Ukraine/Deutschland). Die Band bot erstmals einenKlezmerworkshop für Anfänger an.
2008 konzertierte Mesinke erstmals beim Klezmerfestival in Fürth sowie mit dem Duo Ortner/Roberts (USA). Im Sommer wirkte die Gruppe bei Festivals in Neu-Ulm und Esslingen mit.
Referenzen
1993 Evangelischer Kirchentag München
1994 BR III Kultur(TV) Ichenhausen
1996 Netanya Netanya (Israel)
1997 (19.9.97) Musik-Festival (Radio BR) Krumbach
1998 (25.11.98) Safed Benefiz Konzert (mit The Klezmatics) Augsburg
„Wenn Mesinke ein Lied anstimmt, wird die Frage danach, wie die Krumbacher Gruppe dazu kam, jiddische Musik zu spielen, zuächst zweitrangig. Denn Mesinke zieht die Zuhörer sofort in ihren Bann mit Liedern aus einer fremden und doch vertrauten Kultur.“ Süddeutsche Zeitung
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T. Jörgl, Reuteweg 3, 86381 Krumbach, Tel. 0049 160 96666931